Steckbares für die WortPresse: Nutzbringende und herzerfreuende Plug-Ins, Teil 2

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Um den deutschen Fußball relevanten Teil des deutschen Fußballs ist recht ruhig, der neue Präsident steht noch nicht in den Startlöchern, die Transfer-Taktrate taktiert ratend vor sich hin (immerhin aber ist Fin B. in trockenen Tüchern), das diesjährige Frühjahr ist vom Wetter her eine herbstzeitlose Maitastrophe, und ich habe heute frei.

Hier also Teil 2 der kleinen Serie über Plug-Ins für WordPress, die ich für irgendwas zwischen nützlich und unverzichtbar halte.

AddQuicktag

Tags sind “Etiketten”, “Kennzeichnungen”, “Plaketten”, aber eben auch im technischen Sinne “Bezeichnungsschilder”. Und bei WordPress? Da sind es sogenannte Template- bzw. Vorlagenbefehle, vorgegebene Anweisungen, die dem Blog sagen, was er zu tun hat. (Im Übrigen gilt das auch für andere Programmiersprachen wie HTML, CSS, Java…)
AddQuicktag macht seinem Namen (frei übersetzt: HinzufügeSchnelle Befehle) alle Ehre und fügt dem Artikel-/Seiteneditor Befehle hinzu. Ist also etwas für 1. Schreibfaule und 2. Schnell-Blogger und 3. Menschen mit Erinnerungslücken. Nachdem man das Plugin installiert hat, findet man es im Backend von WordPress, also dem Dashboard, unter “Einstellungen”. Das sieht dann so aus:

aqt-ss

Wie zu sehen ist, gibt es Felder für den Namen des Buttons, der in der Leiste des Editors erscheinen wird, sowie die Felder Starttag und Endtag. Der Button “Hochlichtkasten” zum Beispiel gibt dann aus: <div class="highlight-box">, wenn er gedrückt wird, und springt dann um auf den Endtag </div>, der den Befehl abschließt. Das Ergebnis dieser Aktion: Die Box oben, die gleich ins Auge fällt, wurde in der style.css des Themes entsprechend definiert (Farbe, Rand, Schrifttyp und -farbe, Ausrichtung) und wird mit diesem Befehl in den Artikel eingefügt. So kann man Allerweltsbefehle, die einem im Editor fehlen, hinzufügen, aber eben auch eigene Kreationen, die WordPress ja von Haus aus garnicht kennen kann. Über den Button “LinkIcon” zum Beispiel erstelle ich die Sprungziele mit einem einleitenden Symbol — dass ich das so mache, konnte WordPress ja im Auslieferungszustand nicht wissen.

Smart YouTube

Sehr klein und fein: Nach der Installation gibt man oder Frau im Dialog die URL der YouTube-Machenschaft ein, die es zu präsentieren gilt, also so etwas wie http://youtube.com/watch?v=XyzW_abCd123, und dann läuft der Film im Artikel. Der entsprechende Knopf zum Aufruf des Pop-Up-Fensters befindet sich leider nur im visuellen Editor, aber mit dem obigen Plug-In können Sie eine Taste ins Leben rufen, die Ihnen diese Funktionalität auch im HTML-Editor zur Verfügung stellt:

Als Starttag gebe Sie [youtube] und als Endtag [/youtube] ein. Wenn Sie dann eine YouTube-URL im Blogeintrag darstellen wollen, markieren Sie diese nach dem Einfügen komplett und drücken auf die entsprechende Taste, für die Sie ad lib eine Bezeichnung wählen, die Ihnen wiedererkennungswürdig und plausibel erscheint; “Bäckerei Franzhuber” wäre demnach weniger, “YouTube” mehr geeignet. Wenn Sie alles richtig eingegeben haben, werden die Tags automatisch vor und hinter der Adresse eingefügt.

Selbstredend können Sie auch im Einzelfall die Parameter händisch eingeben, was aber auf Dauer etwas langatmig ist, wenn Sie mich fragen. (Aber wer fragt mich schon?)

Theme Preview

Zugegeben, das Ding hier braucht vermutlich nicht jeder, aber wer’s braucht, der braucht es. (Falls Ihnen helle ist, was ich zu sagen versuche.)
Wer braucht es? Jeder, der eigene Themes entwickelt. Jeder, der seinen Besuchern ermöglichen möchte, das Blog in anderem Licht erscheinen zu lassen — selber Inhalt, neues Kleidchen. Kann ja auch einfach mal spannend sein. Der Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Theme Switchern wird das Theme nicht aktiviert, sondern es gibt eine Vorab-Ansicht — so, wie Sie es gewohnt sind, wenn Sie im Backend ein Theme vorab beäugen möchten, bevor Sie es aktivieren.

An einer beliebigen Stelle fügen Sie nach der Installation dieses Plug-Ins die Hauptadresse Ihrer WordPress-Installation ein — in der Beschreibung des Plug-Ins ist in diesem Zusammenhang von “query string” die Rede — (hier im Blog: http://www.kunstgriff-pix.org/wordpress/, gefolgt von index.php?preview_theme= und schließlich dem Namen des Kleidchens, welches Sie sich oder Ihren Besuchern herzeigen möchten. Komplett sieht das beispielhaft für eines meiner Themes dann so aus:

http://www.kunstgriff-pix.org/wordpress/index.php?preview_theme=environment

Das könnten Sie nun kopieren und im Adressfeld des Browsers einfügen, aber Sie können es naturellemente auch mittels a href direkt als klickbaren Link ausgestalten, so wie hier: Werfen Sie doch mal einen Blick auf mein Theme “Environment”.

Get Recent Comments

Es gibt zahlreiche Kommentar-Plug-Ins da draußen, die Sie als Widget in Ihrer Seitenleiste zeigen können, aber das IMHO beste ist dieses.

Was Sie da nicht alles einstellen können! Avec plaisir passen Sie das Erscheinungsbild an: Titel, Anzahl der Kommentare, Länge des Auszugs und was Sie gerne dahinter hätten, welche Art von Kommentaren Sie haben möchten, ob mit Trackbacks, Pingbacks oder Ihren eigenen Kommentaren oder eben nicht, wie die Liste aussehen soll, ob Sie ein eigenes Avatar-Bild verwenden möchten, wenn keines vorhanden ist … werfen Sie selbst mal einen Blick darauf, es lohnt sich. Sie finden die Einstellungen übrigens im Widget selbst, nachdem Sie es in eine verfügbare Sidebar transferiert haben.

Und das reicht dann auch erstmal für heute.

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Über kunstGRIFF

Vater, Ehemann, Lehrer, Student, Pflegeprofi, passionierter Fotograf, Designer, bekennender Hamburger und Sankt Pauli-Anhänger. Zu alt, um jung zu sein... zu jung, um alt zu sein. Alles eine Frage biologischer Realitäten und der Haltung zum Leben. Findet Eichhörnchen ziemlich klasse, weil die es -- ihrem Aussehen zum Trotz -- faustdick hinter den Pinselohren haben. Findet Westerwelle ziemlich doof, weil der weder Puschelohren noch sonst irgendwelche herausragenden Merkmale hat.
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