Plug-Ins, diese sehr sehr nützlichen kleinen Dinger. Für die Seitenleiste werden die kleinen Zusatzprogramme auch Widgets * genannt. (Letztlich sind sie nicht sehr viel anders, von der Funktion her sind es auch relativ kleine Code-Abschnitte, die halt bequem und GAI**-sicher in der Seitenleiste untergebracht werden; dafür muss nicht extra im Quelltext des Themes herumgepult werden. Schließlich ist Pulen im Code nicht jedermanns Sache.)
Plugins oder Widgets machen das Leben eines Bloggers mit WordPress erheblich leichter. Der Funktionsumfang des Blogs wird (je nach gewählten Plugins teilweise oder ganz erheblich) erweitert. Viele dieser Add-Ons funktionieren “out of the box”, wie der Franzose sagt, also “direkt aus der Kiste”. Bei einigen muss ein wenig Hand angelegt werden, aber die Urheber solcher Schnippsel geben darüber meist recht detailliert Auskunft.
Folgende PlugIns sind hier in Verwendung, weil sie IMHO einen echten Mehrwert bieten oder schicke Funktionen beisteuern. Falls Eingriffe nötig (oder möglich) sind, um die Steckbaren den eigenen Vorstellungen anzupassen, so werde ich sie erwähnen.
WMD Editor WordPress Plugin

Ähnlich wie im Backend von WordPress, wo wir beim Schreiben von Artikeln Tasten für Fett, Kursiv, Links etc. finden, bietet dieses kleine PlugIn vergleichbbare Freundlichkeiten für die Kommentare. Angelegentlich finden wir an den Kommentarfeldern den Hinweis “You can use HTML” mit Vorschlägen wie <strong></strong>, <em></em> und ähnlichen HTML-Tags. Allerdings müssen die erstens händisch eingefügt werden und stehen zweitens nicht als WYSIWYG-Geschichte zur Verfügung. Dieses PlugIn macht dem ein Ende und bietet sowohl Knöppekens als auch eine Vorschau.
Eine kleine Anpassung der comments.php ist nötig: unmittelbar vor der “Himmel-auf-den-Kopf”-Passage
<?php endif; // if you delete this the sky will fall on your head ?>
muss das hier rein:
<h2 class="previewtitle">Live Comment Preview</h2>
<div class="wmd-preview></div>
Wobei “das hier” nur prinzipiell und nicht wörtlich zu nehmen ist: Ich habe aus “Live Comment Preview” beispielsweise “Live Kommentar-Vorschau” gemacht, aber das ist der Phantasie des Blogbetreibers überlassen. Auch den h2-Tag kann man anpassen, wenn’s das Design erfordert.
Author box PlugIn
Finden Sie hier im Blog unter jedem Artikel. Funktioniert “out of the box”, Einstellungen im PlugIn selbst sind nicht notwendig, aber mit ein wenig Erfahrung kann der Quellcode an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Der Text, den das PlugIn anzeigen soll, wird unter “Benutzer > Dein Profil” festgelegt und gespeichert. Für die möglichen Folgelinks wie Twitter, Facebook usw. gilt entsprechendes… sie müssen zuvor — ebenfalls dort — eingegeben und gespeichert werden. Eine gute Idee, sich genauer präsentieren zu können, wenn man wie ich mehrere Blogs fährt, ist die Konfiguration der Seite “http://en.gravatar.com/username”. So verweist der Link, der sich hinter der Weltkugel verbirgt, nicht nur auf einen Blog, sondern auf eine Sammlung all der Blogs, die man unter wordpress.com betreibt. Somit ist ein Blog dort die Grundvoraussetzung, aber jedes Blog, welches man sonst noch so im Portfolio hat, kann da ebenfalls hinzugefügt werden. Beispiel? Klicken Sie doch einfach mal in der Autorenbox auf die Weltkugel. (Oder auf diesen Screenshot.)

Noch ein Hinweis: Damit deutsche, individuelle Beschriftungen zu sehen sind, auch beim Überfahren der Symbole unten in der Box, muss Hand angelegt werden an die Quelldatei. Diese finden wir im Backend (dem Dashboard) unter “Plugins > Editor“; dort wählen Sie unter “zu bearbeitendes Plugin” die Author Box, dann die Datei “author-box-2/authorbox.php“, in welcher Sie nach den englischen Phrasen suchen, die zum Beispiel so aussehen:
<h3>'.__("About the author", "author-box-2").'</h3>' oder $abprofile = esc_attr( sprintf(__("Visit %s’s public profile", "author-box-2"), $author) );.
Sachen wie “About the author” oder "Visit %s’s public profile" können Sie ad lib anpassen. Lediglich %s sollte drinbleiben, wenn Sie Ihren Namen sehen wollen, denn das ist der Platzhalter dafür.
Akismet
Einer der effektivsten Spamfilter überhaupt. Hat hier schon reichlich Spam rausgefischt. Aber: Der rechtliche Rahmen des Einsatzes scheint in Deutschland unsicher zu sein. Das Problem: Es werden, damit die guten Kommentare ins Töpfchen kommen, die schlechten aber ins Spam-Nirvana geschickt werden können, Daten an einen Server in den USA geschickt. Dieser gleicht bestimmte Parameter ab, speichert diese, aber der Akismet-Benutzer hat darauf keinen Einfluss und weiß auch nicht genau, was wie lange warum gespeichert wird. (Details bei Datenwachschutzblog.) Aus meiner Erfahrung mit dem Plugin kann ich aber sagen, dass es sehr zuverlässig filtert und einem Kommentare wie diesen effektiv vom Hals hält. Bei allen rechtlichen Bedenken: Ich verwende ihn weiterhin, werde aber einen deutlichen Hinweis auf den Datenschutz setzen. (Und kann das nur jedem empfehlen, der diesen sehr effektiven Filter ebenfalls einsetzen möchte.)
Benötigt keine weiteren Einstellungen, bei der Aktivierung ist lediglich die Eingabe des API-Schlüssels notwendig, um sich quasi zu legitimieren.
Gurken Subscribe to comments
Im deutschsprachigen Raum ist es aus rechtlichen Gründen notwendig, sich vor dem Freischalten der Benachrichtigung bei neuen Kommentaren zu vergewissern, dass dies auch wirklich der Absicht des Emailinhabers entspricht. (Wir sprechen da auch von Double Opt-In.) Warum? Weil theoretisch jeder Hinz sich für Kunz ausgeben könnte — vorausgesetzt, Hinz kennt Kunz’ Email. Diese PlugIn schafft da Abhilfe. Hinweise zur Konfiguration gibt’s auf der Download-Seite, bei Infogurke.de (auch in aktualisierter Artikelversion) sowie bei Cindy auf der Blogwiese.
WP-Clean Umlauts2
Was macht das PlugIn? Kurzgefasst und mit dem Autor gesprochen: “WordPress Permalinks Umlaute automatisch konvertieren“. Unter den Umlauten habe ich schon während meiner Zeit in den USA gelitten, mein Vorname beinhaltet einen solchen, in Canada setzte sich das fort, aber als Blogger in deutschen Sphären leidet man nochmals, wenn es an die Titel der Artikel geht: Äußere Äußerungen für grüne Plörre beispielsweise sähe im Permalink des Artikels so aus: Ausere-auserungen-fur-grune-plorre. Wow, das rockt! Und genau in solchen Momenten kommt Clean Umlauts zur Hilfe. “Umlauts” ist meines Erachtens ganz großes Kino. Sprachlich betrachtet.
Yet Another Related Posts Plugin
Sucht automatisiert thematisch passende Artikel aus dem Sortiment aus und präsentiert diese unter dem Post. Es gibt einige Anpassungsoptionen, die auf der Seite bebildert dargestellt sind. So können beispielsweise bestimmte Kategorien oder Schlüsselwörter ausgeschlossen, das Alter der berücksichtigten Artikel eingestellt und die Anzeige der Posts konfiguriert werden.
WordPress.com Stats
Sagt dem Blogbetreiber, an welchem Tag welcher Artikel wie viel Zuspruch erfahren durfte. Außerdem: Von woher kamen die Besucher (die sog. Referrer), welche Suchbegriffe zur Seite geführt haben und auf welche im Blog präsentierten Links geklickt wurde. Ohne viel Beiwerk und TMI (too much information). Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer PlugIns, die ähnliche Funktionen übernehmen können, aber m.E. ist das hier das beste Teilchen.
Soviel für heute. Fortsetzung folgt.
———————————————-
* Widget wird übrigens mit übrigens mit “Dingsbums”, “Mätzchen” oder “Vorrichtung” übersetzt. Auch nicht aussagekräftiger als die englische Bezeichnung, fürchte ich.
** GAI = Größter anzunehmender Idiotenuser; will sagen: die meisten PlugIns sind idiotensicher!
Ähnliche Artikel:

Sport ist nie unpolitisch. Er ist gesellschaftlich relevant und kann auch humanistische Denkansätze aushalten. Und er ist im besten Falle integrativ.
Cool,
eine gute Übersicht von Steckbares für die WordPresse
Noch dazu mit einem 1manfactory-PlugIn…