Nein, das Ende der Aufstiegsträume bedeutet die knappe 1:2-Niederlage in Berlin nicht. Aber: Augsburg drückt, hat gestern gewonnen, es ist nur noch 1 Punkt Abstand zwischen Platz 2 (direkter Aufstieg in Liga 1, derzeit belegt von Sankt Pauli) und Platz 3 (berechtigt zum Relegationsspiel gegen den 16. der 1. Liga, derzeit belegt vom FC Augsburg).
Die Luft wird enger, der Druck größer, aber noch ist das Unternehmen “Aufstieg” nicht ad acta gelegt. Das Spiel war kampfbetont, Takyi hat endlich mal ein Tor geschossen, Hain einige wirklich gute Paraden gezeigt. Lässt man sich aber kurz vor Ende der regulären Spielzeit noch einen einschenken, weil die Abwehr mal wieder nicht souverän agiert hat, dann ist das eben so. Und zeigt, dass sowas von sowas kommt. Sankt Pauli hatte in der Überzeit noch einige gute Aktionen, aber allesamt glücklos. Allerdings hat Glinke, der Mann zwischen den Unionspfosten, auch gut pariert, das sei neidlos anerkannt an dieser Stelle.
Bleibt, Union zum Klassenerhalt zu gratulieren und den Braun-Weißen mit auf den Weg zu geben: Da geht noch was, das Restprogramm von uns ist leichter als das des FC Augsburg, aber vergeigen dürfen wir nichts mehr. Sankt Pauli hat es in den eigenen Händen, den Weg in die höchste deutsche Spielklasse zu schaffen.
Und: Ja, wir können! Und wir werden! Es kann nicht jeder Spieltag einer wie jener gegen Augsburg sein. Die Köpfe müssen trotzdem nicht hängen. Wie sagte Mathias neulich: “Es ist wichtig, wo du nach dem 34. Spieltag stehst.” Genau.
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Sport ist nie unpolitisch. Er ist gesellschaftlich relevant und kann auch humanistische Denkansätze aushalten. Und er ist im besten Falle integrativ.